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CAIS-Forum 2018: Wie Künstliche Intelligenz die Arbeitswelt verändert?

Symbolbild Workshop

Am 28. September fand in Bochum das CAIS-Forum 2018 zum Thema „Wenn Künstliche Intelligenz Beschäftigte befördert oder feuert. Wie verändern Algorithmen die Arbeitswelt?“ statt. Auf der Veranstaltung informierten Expertinnen und Experten über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Rekrutierung, der Einstellung und der Bewertung von Beschäftigten. Diskutiert wurde neben Hoffnungen und Befürchtungen vor allem darüber, wie der Einsatz Künstlicher Intelligenz gestaltet werden kann.

CAIS-Forum interaktiv: mithilfe des Smartphones kann das Publikum während der Veranstaltung an Abstimmungen teilnehmen und offene Fragen an das Podium senden.

Wie der Einsatz Künstlicher Intelligenz und Algorithmen die Arbeitswelt verändert, diskutierten Bürgerinnen und Bürger im Bochumer Jahrhunderthaus mit Expertinnen und Experten am Freitagabend (28.09.2018) beim diesjährigen Forum des Center for Advanced Internet Studies (CAIS).

Unternehmen wählen schon heute Bewerberinnen und Bewerber mit Hilfe der technischen Unterstützung von Algorithmen aus, erste Informationsgespräche übernehmen Chatbots und nicht selten ist es bereits gängige Praxis, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mittels Big Data bewertet werden. Personalentscheidungen, die von Künstlicher Intelligenz durch Datenanalysen vorbereitet werden, wecken gleichzeitig Hoffnungen und Befürchtungen.

Beim CAIS-Forum erläuterten Expertinnen und Experten, wie Verfahren funktionieren, die mit Künstlicher Intelligenz arbeiten. Anhand von Algorithmen, die im Personalwesen eingesetzt werden, machten sie deutlich, nach welchen Kriterien diese entscheiden, auf welche Daten sie zurückgreifen und welche Szenarien sie prognostizieren.
Dr. Daniel Mühlbauer, der mit seinem Unternehmen functionHR selbst entsprechende Systeme entwickelt, wies darauf hin, dass Entscheidungen nie allein von Algorithmen getroffen werden sollten: „Die Arbeit in Unternehmen sollte durch den kombinierten Einsatz von menschlicher Empathie und Kreativität und Data Science verbessert werden. Letztlich entscheidet aber immer die Personalabteilung.“

v. l.: Dr. Daniel Mühlbauer, Michaela Evans, Prof. Dr. Andreas Eckhardt

Matthias Spielkamp, Mitbegründer von AlgorithmWatch, bemängelte die häufig fehlende Transparenz beim Einsatz von Algorithmen und forderte eine bessere Kontrolle – etwa durch öffentliche Institutionen oder eine Ko-Regulierung, in der sich Expertinnen und Experten auf grundsätzliche Anforderungen verständigen.

Die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Isabel Pfeiffer-Poensgen, die als Schirmherrin die Veranstaltung eröffnete, bekräftigte, wie wichtig es sei, Künstliche Intelligenz nicht als Übermacht, sondern vielmehr als Werkzeug zu begreifen und zum Wohle der Menschen einzusetzen.

Professor Michael Baurmann, wissenschaftlicher Direktor des CAIS, betonte, dass digitale Innovationen in der Arbeitswelt eine Herausforderung für die Unternehmenskultur sei: „Die Wissenschaft muss dabei helfen, dass Künstliche Intelligenz in diese Kultur in einer ethisch verantwortbaren Weise eingebettet werden kann, sie schützt und weiterentwickelt und nicht gefährdet.“

Es diskutierten mit Ihnen
PROF. DR. ANDREAS ECKHARDT

// German Graduate School of Management and Law

DR. DANIEL MÜHLBAUER

// functionHR GmbH

MATTHIAS SPIELKAMP

// AlgorithmWatch
MICHAELA EVANS

// Institut Arbeit und Technik

Dr. URS PETER RUF

// Technikberatungsstelle beim DGB NRW

THILO JAHN (Moderation)

// WDR Westart und Deutschlandfunk Nova
Grußworte
ISABEL PFEIFFER-POENSGEN

// Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
PROF. DR. MICHAEL BAURMANN

// Direktor des Center for Advanced Internet Studies
Unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen Isabel Pfeiffer-Poensgen
GEFÖRDERT DURCH

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