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Intensivkurs: Normen der Digitalisierung: Grundlagen, Rechtsnormen, Kommunikationsnormen

PhDnet Begriffe und Konzepte

Im Zusammenhang mit Digitalisierungsfragen wird häufig gefordert, man müsse sich mit ihnen auch normativ beschäftigen, müsse die ethischen Fragen berücksichtigen usf. Aber was ist damit gemeint? Was macht eine ethische, was macht eine rechtliche Perspektive aus, was sind überhaupt Normen, wie unterscheiden sich moralische, rechtliche und sonstige Normen? Wie beeinflussen Normen die Erwartungen von Handelnden, wie kommen sie in Kraft und wie kann man sie rechtfertigen? Und wie prägen sich Normen in einem speziellen Bereich aus, etwa in der (digitalen) Kommunikation zu politischen Themen?

Der einführende Intensivkurs zu Normen der Digitalisierung richtet sich an Promovierende, die zu Digitalisierungsthemen arbeiten und sich bislang noch nicht mit Grundlagen normativer Fragen beschäftigt haben. Ausgehend von drei unterschiedlichen disziplinären Zugängen (Philosophie, Rechtswissenschaften, Kommunikationswissenschaft) erwerben die Teilnehmer:innen die Fähigkeit, den Begriff der „Norm“ theoretisch zu reflektieren und in digitalisierungsspezifischen Anwendungskontexten zu verstehen. Das erworbene Wissen kann auch dazu dienen, das eigene wissenschaftliche Arbeiten daraufhin zu befragen, inwiefern es direkt oder indirekt auf Normen verweist oder von diesen geprägt wird.

Der Kurs ist entsprechend dreiteilig aufgebaut:

  1. (Begriffliche) Grundlagen der Normativität: Was sind (moralische, rechtliche, sonstige) Normen, welche Funktion haben Normen? Was ist Moral, was ist Ethik? Welche Probleme gibt es bei der Begründung von Normen? Was ist “Ethics by Design”?
  2. Recht der Digitalisierung für Nicht-Jurist:innen: I. Rechtstheoretische Grundlagen (u.a. Was ist Recht? Wodurch zeichnet sich rechtliche Regulierung aus?), II. Grundwissen Verfassungsrecht (u.a. Normenhierarchie, Staatsaufbau, Verfassungsprinzipien) und III. Grundzüge des Rechts der Digitalisierung (Wie wird das Recht durch Digitalisierung – hier am Beispiel des Datenschutzrechts – herausgefordert?)
  3. Normative Erwartungen an digitale politische Kommunikation – Ein Anwendungsbeispiel für normative Überlegungen: Welche normativen Erwartungen werden an digitale politische Kommunikation gestellt? Woher stammen diese Erwartungen? Welche Äußerungen werden als Verstöße gegen die Kommunikationsnormen gewertet? Welche Schlüsse lassen sich daraus in Bezug auf die Moderation von Online-Diskussionen und in Bezug auf die Regulierung politischer Kommunikation ziehen?

Programm:

10:00 – 11:30: (Begriffliche) Grundlagen der Normativität

11:30 – 11:45: Kaffeepause

11:45 – 12:30: Recht der Digitalisierung für Nicht-Jurist:innen

12:30 – 13:30: Mittagspause

13:30 – 14:15: Recht der Digitalisierung für Nicht-Jurist:innen

14:15 – 15:00: Normative Erwartungen an digitale politische Kommunikation

15:00 – 15:15: Kaffeepause

15:15 – 16:00: Normative Erwartungen an digitale politische Kommunikation

» Anmeldung: phdnet@cais-research.de

Die Workshop-Reihe des PhDnet zu Begriffen und Konzepten der Digitalisierung richtet sich an Promovierende, die ein grundlegendes Verständnis aktueller Theorien und Diskurse in der Digitalisierungsforschung erwerben möchten.

Die Workshops sind so angelegt, dass sie interdisziplinär verständlich sind und einführenden Charakter haben. Behandelt werden beispielsweise Fragen wie „Was ist Künstliche Intelligenz?“, „Wie funktionieren eigentlich Algorithmen?“ oder „Was sind ethische, rechtliche und soziale Herausforderungen der Digitalisierungsforschung?“.

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