Agilität in der Wissenschaft – ist das möglich? Samuel T. Simon argumentiert, dass agile Methoden nicht nur Buzzwords sind, sondern Vorteile für Forschungsprozesse bringen können. Ob bei CERN, NASA oder in der Nachhaltigkeitsforschung: Agile Ansätze können dabei helfen, Prozesse zu optimieren, Teams effizienter zusammenarbeiten zu lassen und Freiräume für die eigentliche Forschung zu schaffen.
Dabei geht es vor allem um transparente Kommunikation, klare Strukturen und effiziente Prozesse: Scrum, Kanban und andere Tools machen Projektfortschritte und Zuständigkeiten sichtbar, schaffen Übersicht und ermöglichen eine gemeinsame Sprache. So kann Forschung trotz Agilität weiterhin sorgfältig und wissenschaftlich bleiben. Gleichzeitig erfordert agiles Arbeiten Kompetenzen wie Unsicherheitstoleranz, eine positive Fehlerkultur und transparente Kommunikation sowie eine verantwortliche Prozessbegleitung durch eine:n Facilitator.
Empfehlungen zum Thema
- Agile Infrastruktur am CERN zur kompletten Umstrukturierung des Ressourcen- und Konfigurationsmanagements ihrer Computing-Center
- NASA’s Agile Community of Practice
- Paper „Agile by Accident“ (Biely, 2024): https://doi.org/10.1007/s43545-023-00823-3
- Crumbles Framework von Iikka Meriläinen & Julia Autio, University of Oulu
- ScrumAdemia, entwickelt von sieben Doktorand*innen am GIGA, ist eine speziell auf die Herausforderungen der Promotionsphase zugeschnittene Adaption des Scrum-Frameworks
- Blogbeitrag zum Thema „Agil Arbeiten in der Wissenschaft“ von Samuel T. Simon
- „Zwischen den Welten – Ein Wegweiser für transdisziplinäre Forschung“ von Josephine B. Schmitt und Samuel T. Simon
- Forschungsinkubator des CAIS
- Open Educational Resource-Kurs „Agile Forschung“ der Uni Duisburg-Essen (noch nicht veröffentlicht)

