Von 27. bis 29. Mai 2025 findet in Berlin die re:publica statt – eine der bedeutendsten Veranstaltungen Europas zur digitalen Gesellschaft. In diesem Jahr steht die Konferenz unter dem Motto „Generation XYZ“ und beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Perspektiven in einer Welt des digitalen Wandels.
Wissenschaft mit gesellschaftlicher Verantwortung
Das CAIS ist mit zwei Sessions bei der re:publica vertreten und bringt gemeinsam mit Forscher:innen von Partnerinstitutionen zentrale Themen auf die Bühne: Desinformation, KI-Moderation, digitale Teilhabe und soziale Gerechtigkeit im digitalen Raum.
„(Des)informier Dich! Fakten statt Mythen, Forschung statt Bauchgefühl“
26. Mai 2025 | 15:00–15:30 | Atrium 2
In diesem Vortrag diskutieren die Wissenschaftler:innen, wie sich Desinformation – besonders im Kontext von Wahlen – verbreitet, welche Mythen sich halten und wie wissenschaftliche Erkenntnisse dem begegnen können.
Mitwirkende:
- Dr. Josephine B. Schmitt, CAIS
- Prof. Dr. Andreas Jungherr, Universität Bamberg, bidt
- Miriam Milzner, Weizenbaum-Institut
Dr. Josephine B. Schmitt ist wissenschaftliche Koordinatorin am CAIS und leitet den Forschungsinkubator. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung interdisziplinärer Formate zur Erforschung digitaler Gesellschaft. Sie arbeitet mit politischen und bildungspolitischen Akteuren wie der bpb oder dem Innenministerium NRW zusammen – etwa zu Themen wie Desinformation, Medienkompetenz und digitaler politischer Bildung. In ihrem Beitrag zeigt sie, wie wissenschaftlich fundierte Analysen helfen können, Fake News zu erkennen und ihre Wirkung zu reduzieren.
Weitere Informationen
„Taking Care of the Internet: Wie Milliarden Posts moderieren? Und wo kann KI (nicht) helfen?“
27. Mai 2025 | 15:00–16:00 | Atrium 2
In diesem Gespräch geht es darum, wie automatische Systeme Inhalte in sozialen Medien erkennen und bewerten – und wo sie an ihre Grenzen stoßen. Die Forschenden sprechen darüber, was passiert, wenn solche Systeme Fehler machen, warum das problematisch ist, und welche Auswirkungen das auf unsere Gesellschaft hat – zum Beispiel Diskriminierung, einseitige Sichtweisen oder weniger Vertrauen in digitale Plattformen.
Mitwirkende:
• Prof. Dr.-Ing. Hendrik Heuer, CAIS / Bergische Universität Wuppertal
• Anna Ricarda Luther, Institut für Informationsmanagement Bremen
• David Hartmann, Weizenbaum-Institut
Prof. Dr.-Ing. Hendrik Heuer forscht am CAIS zu Vertrauen in algorithmische Systeme, Fairness im maschinellen Lernen und partizipativem Design von KI. Seine Arbeit verbindet technisches Fachwissen mit gesellschaftspolitischer Reflexion. Er war u. a. als Visiting Researcher an der Harvard University und lehrt heute in Wuppertal. Auf der re:publica spricht er darüber, warum Moderation nicht nur ein technisches, sondern auch ein gesellschaftlich-politisches Thema ist – und wie eine gerechte digitale Öffentlichkeit gestaltet werden kann.
Weitere Informationen
Digitale Gesellschaft braucht digitales Vertrauen
Mit seiner Teilnahme an der re:publica bringt das CAIS aktuelle Forschungsperspektiven in gesellschaftliche Diskussionen über die digitale Transformation ein. In zwei Sessions werden Themen wie digitale Gerechtigkeit, der Umgang mit Desinformation, Medienkompetenz und die Bedingungen digitaler Öffentlichkeiten behandelt. Das CAIS verfolgt dabei einen interdisziplinären Ansatz: Es untersucht nicht nur die Auswirkungen digitaler Technologien, sondern arbeitet gemeinsam mit Akteur:innen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft an Lösungen.
