Die Verbreitung generativer KI hat die Produktion synthetischer Medieninhalte revolutioniert. Neben kreativen Potenzialen bergen insbesondere Deepfakes erhebliche Risiken: Sie können zur politischen Manipulation, zur Diskreditierung von Personen und zur Verbreitung von Desinformation eingesetzt werden. Während technologische und sicherheitspolitische Debatten intensiv geführt werden, sind empirischen Studien zur gesellschaftlichen Wahrnehmung von Deepfakes selten.
Dr. Josephine B. Schmitt, wissenschaftliche Koordinatorin am CAIS, stellt am 22. Januar 2026 im Rahmen der Tagung „Zwischen Teilhabe und Silencing – Die Ambivalenz von Online-Diskussionen und ihre Konsequenzen“ die Work-in-Progress-Studie unter dem Titel „Täuschend echt, gesellschaftlich wirksam? Deepfakes zwischen Sorge, Vertrauen und Zukunftsnarrativen“ vor und rückt damit die Perspektive von Bürger:innen in den Mittelpunkt. Mit einer Kombination aus Online-Befragung und der qualitativen Inhaltsanalyse von Zukunftsszenarien untersucht sie, welche Risiken, Erwartungen und Handlungsmöglichkeiten Deepfakes zugeschrieben werden und wie Vertrauen in Institutionen sowie demokratische Resilienz im Kontext synthetischer Inhalte verhandelt werden.
Die Tagung wird organisiert von der Fachgruppe Rezeptions- und Wirkungsforschung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) und findet vom 21. bis 23. Januar an der Universität Klagenfurt, Österreich statt.
Weitere Informationen zur Tagung finden Sie in diesem Dokument:
https://conference3.aau.at/event/240/attachments/133/458/Programm%20RezfoKlafu%202026.pdf
