Am Dienstag, 18. November 2025, veranstaltet die G7-Arbeitsgruppe für Wissenschaftskommunikation (SCWG) einen Workshop in Ottawa und online. Ziele sind die Validierung und Diskussion von Schwerpunktbereichen und Empfehlungen, in denen Wissenschaftskommunikation eine zentrale Rolle für die Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen – einschließlich künftiger globaler Notlagen – spielt, sowie die Entwicklung neuer Denkansätze für Praktiker:innen im Bereich von Kommunikationsrahmen und Leitlinien. Der Workshop ist in vier Themenbereiche gegliedert: Klimawandel und damit verbundene Naturkatastrophen (z.B. Waldbrände und Überschwemmungen), öffentliche Gesundheit, Künstliche Intelligenz (KI) sowie neue Technologien.
Dr. Matthias Begenat, Leiter der Abteilung Wissenschaftskommunikation am CAIS, nimmt am Workshop teil und gestaltet insbesondere eine Session zu Künstlicher Intelligenz und Wissenschaftskommunikation mit. Diese Session untersucht, wie KI die Wissenschaftskommunikation verändert, welche Herausforderungen sich daraus ergeben und wie eine effektive Kommunikation das Verständnis, die Akzeptanz und das Vertrauen der Öffentlichkeit in KI beeinflussen kann. Zudem geht es um die Frage, wie der Einsatz von KI in der Wissenschaftskommunikation verantwortungsvoll gestaltet werden kann und welche KI-bezogenen Richtlinien das Vertrauen in die Wissenschaft stärken könnten.
Matthias Begenat hat unter anderem die von der #FactoryWisskomm des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt initiierte Taskforce „KI in der Wissenschaftskommunikation“ mitkoordiniert, die im Mai dieses Jahres Empfehlungen zum verantwortungsvollen Einsatz generativer KI veröffentlicht hat.
Über die G7-Arbeitsgruppe für Wissenschaftskommunikation
Um den tiefgreifenden Veränderungen der Informationslandschaft in den vergangenen zehn Jahren und den damit verbundenen globalen Herausforderungen gerecht zu werden, wurde auf dem Treffen der G7-Minister:innen für Wissenschaft und Technologie 2023 in Sendai, Japan, die “Arbeitsgruppe Wissenschaftskommunikation“ eingerichtet. Sie soll eine Wissenschaftskultur fördern, die der Wissenschaftskommunikation einen hohen Stellenwert einräumt und die Einbindung der Öffentlichkeit unterstützt. Ziel ist es, das Vertrauen in wissenschaftliche Einrichtungen und das gesamte Wissenschaftssystem zu stärken. Zu den zentralen Herausforderungen zählen Wissenschaftskommunikation in Zeiten zunehmender Polarisierung, Missverständnisse und Fehlinformationen in der Öffentlichkeit, sinkendes Vertrauen in Wissenschaft, Wissenschaftler:innen und demokratische Organisationen, die Stärkung wissenschaftlicher Kompetenz und die Einbindung der Bürger:innen, kulturelle und gesellschaftliche Unterschiede sowie der Zugang zu schwer erreichbaren und unterversorgten Gemeinschaften.
