Dr. phil. Jörg Lehmann war von Oktober bis März 2022 als Fellow am CAIS und hat sich dieser Zeit mit der Nutzung des digitalisierten kulturellen Erbes durch private Unternehmen befasst, Die Ergebnisse seines CAIS-Fellowships hat er nun als Buchkapitel im „Research Handbook on Art, Culture and Heritage Law“ veröffentlicht. Das Kapitel trägt den Titel „Digital Cultural Heritage as a Concept“.
Über das Buchkapitel zu Digital Cultural Heritage
Die Bereitstellung digitalisierter Materialien im offenen Zugang hat die Rolle von Kultureinrichtungen in Bezug auf Nutzergruppen, internationale Zusammenarbeit, die Demokratisierung von Geschichtsschreibung, Narrativen und Identitätsbildung sowie die Kommerzialisierung kultureller Datensätze verändert. Das geltende Urheberrecht wird dabei als zentrales Hindernis für die kulturelle Weiterentwicklung aus bestehenden Ressourcen gesehen. Besonders relevant ist dies für digital entstandene Inhalte („born-digital content“), etwa im Fall von Memes. Das Kapitel behandelt die rechtlichen Herausforderungen bei der Bewahrung solcher Inhalte als digitales Kulturerbe und führt das Konzept des immateriellen Kulturerbes als Erweiterung ein, das als mögliche Rückfalloption zum Schutz zeitgenössischer kultureller Praktiken und kreativer Fähigkeiten dient.
Lehmann, J. (2026). „7: Digital cultural heritage as a concept“. In Research Handbook on Art, Culture and Heritage Law. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Retrieved Apr 22, 2026, from https://doi.org/10.4337/9781800374225.00012
Weitere Einblicke ins Thema
Über sein Fellow-Projekt sowie die Frage, wie Kulturgüter und das kulturelle Erbe im Netz bereitgestellt und erreichbar gemacht werden, sprach Jörg Lehmann im Sommer 2022 mit Silke Offergeld und Podcast-Host Dr. Matthias Begenat im Podcast #CAISzeit.
Zur Podcast-Folge: https://www.cais-research.de/news/digitale-allmende-kulturgueter-im-netz-zu-gast-joerg-lehmann/