Vom 4. bis 6. Februar 2026 findet in Hamburg die DGPuK-Fachgruppentagung „Kommunikation & Politik“ zum Thema „Demokratische Resilienz als Aufgabe für die politische Kommunikation in einer instabilen Welt“ statt. Im Rahmen der Veranstaltung präsentieren Henri Mütschele, wissenschaftlicher Mitarbeiter im CAIS-Forschungsprogramm „Transformation digitaler demokratischer Diskurse“, und seine Koautor:innen am 5. Februar ihren Konferenzbeitrag „Qualität oder Quantität? Wie Nachrichtennutzungsmuster und Klimaschutz-Argumentrepertoires in den Vereinigten Staaten, Spanien und Deutschland zusammenhängen“.
In ihrem Beitrag untersuchen sie, wie unterschiedliche Nachrichtennutzungsmuster die Größe und thematische Vielfalt der Argumente von Bürger:innen zu Klimaschutzmaßnahmen beeinflussen. Auf Grundlage einer Online-Befragung in den USA, Spanien und Deutschland identifizieren sie verschiedene Nachrichtennutzerprofile und analysieren, wie diese mit der Anzahl und Ausrichtung der genannten Begründungen zusammenhängen. Die Ergebnisse zeigen, dass qualitätsorientierte Nutzer:innen und „journalistische Omnivore“ über ein breiteres Argumentationsrepertoire verfügen, während Nutzer:innen alternativer Medien vergleichsweise einseitigere Repertoires aufweisen und häufiger auf Klimawandelleugnung oder Verschwörungsmythen verweisen. Die Befunde verdeutlichen, dass Nachrichtennutzungsmuster die argumentative Kapazität der Bürger:innen prägen und legen nahe, dass die zunehmende Orientierung an alternativen oder qualitativ schwächeren Medien die deliberative Qualität des öffentlichen Diskurses beeinträchtigen könnte.
Das vollständige Tagungsprogramm finden Sie hier:
https://www.conftool.net/polkomm26/sessions.php