Wie tragen digitale Medien dazu bei, Diskriminierung zu reproduzieren und gesellschaftliche Ungleichheiten zu verstärken? Dieser Frage widmet sich das Kapitel von CAIS-Forscherin Josephine B. Schmitt, Ahrabhi Kathirgamalingam (GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften) und Sarah Y. Akyürek in dem Sammelband “Sprache – Macht – Diversität. Zur (Re-)Produktion von Differenz und Zugehörigkeit durch Sprache”, erschienen bei Waxmann.
In ihrem Kapitel untersuchen die Autor*innen Hassrede im digitalen Raum und welche Rolle sie für die Abwertung, Ausgrenzung und Marginalisierung bestimmter Bevölkerungsgruppen spielt. Dabei geht es nicht nur um sprachliche Äußerungen im engeren Sinne, sondern auch um Bildsprache und digitale Kommunikationsformen, durch die diskriminierende Deutungen und Zuschreibungen verbreitet und verfestigt werden.
Darüber hinaus nimmt das Kapitel Künstliche Intelligenz (KI) in den Blick und unterscheidet drei zentrale Rollen von KI in diesem Kontext: Erstens kann KI Diskriminierung verstärken, wenn verzerrte Trainingsdaten bestehende gesellschaftliche Vorurteile reproduzieren. Zweitens kann KI als Werkzeug zur Produktion von Hass und diskriminierenden Inhalten eingesetzt werden. Drittens bietet sie zugleich Potenziale für die Bekämpfung von Hassrede, etwa durch die Erkennung und Moderation problematischer Inhalte.
Schmitt, J. B., Kathirgamalingam, A. & Akyürek, S. Y. (2026). Hassrede im digitalen Zeitalter: Wie Soziale Medien und Künstliche Intelligenz Macht und Diskriminierung reproduzieren. In Maahs, I.-M., triulzi, M. & Winter, C.. (Hrsg.). Sprache – Macht – Diversität. Zur (Re-)Produktion von Differenz und Zugehörigkeit durch Sprache (51-65). Waxmann.
Hier geht es zum Sammelband.