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Wie YouTube Kultstatus erreichte

Dr. Josephine B. Schmitt, Wissenschaftliche Koordinatorin des Center for Advanced Internet Studies (CAIS), wurde vom Evangelischen Pressedienst (epd) zu 20 Jahren YouTube befragt. Sie verweist auf den zunehmenden Einfluss von Algorithmen, der neue Herausforderungen für Medienkompetenz und Qualitätskontrolle mit sich bringt.

14. Februar 2025

Seit zwei Jahrzehnten existiert die Plattform YouTube schon, die durch hochgeladene Videos den Usern einen Milliarden Zugriff erlaubt. Die Videos, seien es Schmink-Tutorials, Nachhilfe in schulischen Themen oder Tipps fürs eigene zuhause, helfen dabei eine Antwort auf Fragen zu finden. Dr. Josephine B. Schmitt, Wissenschaftliche Koordinatorin am Center for Advanced Internet Studies (CAIS), sieht die „individuelle Verfügbarkeit“ der Videos als Erfolgsgeheimnis. Nach beliebigem Interesse der Nutzer:innen, kann ein Video aufgerufen werden, sei es für Bildungszwecke oder zur Unterhaltung. Zudem verweist sie daraufhin, dass YouTube ein soziales Netzwerk ist, welches durch Kommentarfunktion und das Erstellen eigener Videos, zu Diskussionen anregen kann und somit als Sozialisationsagent fungiert. Die Plattform, so Josephine B. Schmitt, hat sich im Laufe der Zeit verändert und bedient verschiedene Akteure mit unterschiedlichen Zielen, sei es zur Mobilisierung, Aufklärungs- oder Marketingzwecken. Diese Professionalisierung und Kommerzialisierung haben jedoch den Nachteil, dass Nutzer:innen sich nicht mehr repräsentiert fühlen. Weitere Kritikpunkte sind auch der Umgang mit Hassrede und Algorithmen. Trotz Moderationsmaßnahmen bleiben Desinformationen und Hassrede auf YouTube für die Öffentlichkeit präsent, währenddessen Empfehlungsalgorithmen intransparent bleiben. Diese Problematiken führen dazu, dass kontroverse Inhalte mit aufgeladener Emotionalisierung eine viel höhere Reichweite erzielen als Inhalte, die sich nicht an diesem Schema bedienen.

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