Ahrabhi Kathirgamalingam

Rassismus wird über Sprache kommuniziert und verstärkt, aber auch herausgefordert. Die Analyse von Textdaten ist daher zentral, um zu verstehen, wie soziale Ungleichheiten entstehen und reproduziert werden. Gleichzeitig stellt die Messung von Rassismus eine besondere Herausforderung dar: Als gesellschaftlich umkämpftes Konzept ist Rassismus durch soziale Machtverhältnisse geprägt, auch innerhalb der Wissenschaft. Vor diesem Hintergrund fragt das Dissertationsprojekt: Wie wurde, wird und kann Rassismus mithilfe digitalen Methoden in Textdaten gemessen werden? Wie beeinflussen Verzerrungen in der Wissensproduktion aber auch in KI-Modellen solche Messungen? Wie können wir für künftige Forschung verbessern? Die Dissertation vereint fünf Studien, die Chancen und Herausforderungen computergestützter Messungen von Rassismus beleuchten. Eine Anwendungsstudie untersucht die Präsenz und die Kontexte rassistischer Sprache in medialer Berichterstattung der letzten zwanzig Jahre.

Insgesamt liefert das Projekt einen kritischen und zugleich konstruktiven Beitrag dazu, wie computergestützte Verfahren verantwortungsvoll in der sozialwissenschaftlichen Erforschung von Rassismus eingesetzt werden können.

Beteiligte

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